Donnerstag, 8. April 2010

NeoLit aus dem Neanderthal®



DIE STEINZEIT-ung® befasst sich nun mit einem ereignis, an welches in diesen tagen erinnert wird: Katyn.
Der chronist erinnert sich noch daran, dass bei der aufdeckung dieses kriegsverbrechens die rede von 40 000 polnischen offizieren war, die von der Wehrmacht ermordet wurden. Nachdem allerdings durch internationale institutionen glaubwürdig zweifelsfrei bewiesen war, dass in wirklichkeit die Rote Armee des damaligen aggressors Sowjetunion die polnischen männer ermordet hat, gab es bei vielen Deutschen, die sich ehrlich wegen der schuld ihrer väter und mütter schämten, ein leichtes aufatmen.
Und nun, im zuge des 70 jährigen gedenktags an Katyn fällt dem chronisten folgendes auf: Die zahlen der opfer divergieren. Waren es in den fünfziger jahren dvjhds noch die bereits oben genannten 40 000, so sind es heute „nur“ 10 000 (russische lesart), oder 20 000 (polnische lesart). Es fällt auf, dass es auf keinen fall soviel sein sollen, wie man der Wehrmacht in die stiefel geschoben hatte. Wie dem auch sei, es ist ein gravierender f e h l e r , wenn die betreffenden russischen akten unter verschluss bleiben! Ein fehler, der Rußland noch sehr, sehr teuer zu stehen kommen kann.
Nehmen wir an, es lebt kein zeitzeuge – einschließlich des chronisten – mehr. Aber das ereignis Katyn ist in der geschichte fest verankert, und in einer nicht allzu fernen zukunft wollen historiker noch einmal gründlich die geschichte Europas im 20. jahrhundert aufarbeiten. Dann werden sie auch auf die beiden Weltkriege stoßen, die ja zweifellos nach der geschichte von Deutschland ausgelöst wurden. Sie werden auf den mord an der polnischen intelligenzia (Katyn) stoßen und verblüfft feststellen, dass Deutschland – welches zu jener zeit mehr oder weniger freiwillig die schuld auf sich genommen hat – in diesem falle nicht schuld ist; der schurke war die damalige Sowjetunion. Man stelle sich vor, wie verheerend das für die reputation des nachfolgestaates der Sowjetunion, Rußland, wäre, wenn den historikern die einsicht in die dokumente v e r w e h r t würde! Es bleibt jedem überlassen, sich in seiner fantasie vorzustellen, wie g r o ß die leiche sei, die danach immer noch in den kellern der betreffenden administration liegen müsste. . . . Und je mehr die – wahre – kriegsschuld der Deutschen wegen der fast manischen pawlowschen selbstbezichtigungen schwindet, um so drohender taucht am horizont der Großen Verallgemeinerungssenke ein gespenst aus der vergangenheit auf. Nein, nicht der „Kommunismus“, viel schlimmer: Der faschismus in seiner linksgewirkten form – dem Stalinismus . . . . Und es kann dann durchaus geschehen, dass das urteil der g e s c h i c h t e anders ausfallen kann, trotz eingeständnisses des hauptangeklagten . . . .

NeoLit aus dem Neanderthal®

Freitag, 2. April 2010

NeoLit aus dem Neanderthal®;02.04.2010


DIE STEINZEIT-ung® befasst sich mit drei themen, die zur zeit durch die medien schwingen.
Als erstes betrachtet DIE STEINZEIT-ung® den sexuellen missbrauch von schutzbefohlenen. Wobei der zungenschlag „sexueller missbrauch“ offensichtlich wohl ein falscher ist: In wirklichkeit geht es hierbei wohl überwiegend um verstöße gegen die körperliche unversehrtheit von schutzbefohlenen.
Wenn von den wenigen ausnahmen der internatsmäßigen unterbringung bei einem künstlerisch tätigen organ ( Kinderchöre) mal abgesehen wird, erfolgt die internatsmäßige unterbringung von kindern zwecks schulausbildung und erziehung. Und schnell ist man dann bei den h a u p t -mitspielern dieses scheiß-spiels, nämlich bei den e l t e r n der betreffenden kinder. Das fängt bei der verwahrlosung der kinder durch den kapriziösen lebenswandel der eltern an, und hört bei der bequemlichkeit von gut betuchten eltern, die sich dem erziehungs- und bildungsstress der e i g e n e n kinder entziehen möchten noch lange nicht auf. . . Da ist es doch viel einfacher, eine institution mit genügend mitteln auszustatten, damit d i e s e die blagen erzieht. Und wenn das in irgend einer weise schief geht, dann aber attacke, und drauf auf sie! Nicht auf die eigenen pänze, sondern auf die erzieher! Klaro? Denn schließlich kennen wir ja unsere rechte, und wir haben auch die mittel, uns jurokraten zu kaufen, die für uns diese rechte erstreiten . . .
Zu Afghanistan: Gerade wird gemeldet, dass bundeswehrsoldaten getötet worden sind. Es ist die rede von „schweren gefechten“, zahlreichen „zerstörten häusern“ Die meldung, dass auch wieder „zivilisten“ getötet worden sind, wird ebenfalls „tod“ sicher bald kommen. Noch sichererer wird dann die forderung von diesen unsäglichen winkeladvokaten folgen, die vom deutschen staat dafür entschädigung verlangen, so, wie es vordem bei dem tanklaster-schlag von Kunduz erfolgte. Und hierbei versucht DIE STEINZEIT-ung® einmal eine ganz andere perspektive aufzuzeigen. Wie wäre es, wenn der demokratische staat Afghanistan der Bundeswehr die schäden ersetzt, die dieser durch verbrecherische handlungen der staatsbürger Afghanistans entstehen? Hallo, ihr winkeladvokaten! Aufgewacht! Es gibt etwas zu verdienen! - Denn immerhin sind die deutschen soldaten wegen eines internationalen mandats (ISAF, UN-Resolution 1386, vom 20. Dezember 2001) in Afghanistan. Und die demokratisch gewählte regierung Afghanistans hat bis dato noch nicht verlauten lassen, dass sie die deutschen truppen im lande nicht mehr wünscht, was dann eine ganz andere sachlage – der deutschen regierung gewiss nicht ganz ungelegen – ergäbe.
Zur unsäglichen geiferei über die verdienste Helmut K o h l s zum anlass seines achtzigsten geburtstags:
Was haben die „roten“ (natürlich auch die „Grünen“ und die sozis) gegen die regierung Kohls gebölkt, dass „sechzehn“ jahre wohl genug seien. - Was war aber dann vordem in NRW? Schon vergessen die 3 5 (fünfunddreißig!!) jahre regierungszeit der sozis? Also, genossen. Bitte den ball etwas tiefer halten. Und wenn man bei den zahlreichen interviews im rundfunk manche meinung des herrn Jedermann über Helmut Kohl anhört, riecht man förmlich das vergiftete miasma der an sich so edler roter rosen und roter nelken. -
Eines sollte den roten luftverpestern klar sein: Auch Helmut Kohl wusste nicht, als er den ausspruch über die „blühenden Landschaften“ tat, wie verrottet damals der „Erste deutsche Arbeiter-und Bauernstaat“ schon war! Dies wusste das ehemalige staatsvolk der DDR ebenfalls nicht, allenfalls ahnten sie es. Nur die, die am quelltopf saßen, die staatsbanker, wussten es. Und so langsam tauchen auf einmal viele millionen auf, die damals gar nicht vermisst, aber dennoch im saldo standen. So, wie neulich etliche millionen bei einer österreichischen bank. Besonders impertinent: Im zuge der „Komintern“ versuchten die österreichischen kommunisten dieses geld als pateivermögen zu deklarieren. Sympathisanten und gar noch mitglieder der linken hatten damals große kenntnisse über die geldmengen der ehemaligen DDR, und sie hatten auch zugriffsmöglichkeiten bei der abwicklung („Treuhand“) dieses staates.
Es soll nicht wundern, wenn in der nahen zukunft noch größere geldmengen auftauchen, und nicht nur bei – vergleichsweise – seriösen banken wie einer österreichischen.
Übrigens: Oskar Lafontaine wollte die „Mauer“ schleunigst wieder schließen! Wahrscheinlich wusste Oskar m e h r wie Helmut. . . . Die erneute schließung der mauer hätte genau d a s bedeutet, was beide teile, die BRD und die DDR sich als l e t z t e s gewünscht hätten: Den bürgerkrieg . . . .

Freitag, 5. Februar 2010

NeoLit aus dem Neanderthal®

DIE STEINZEIT-ung® stellt heute ein sehr aktuelles thema zur debatte, welches uns noch lange erhalten bleibt.
Nun sind in dem streit um die kosten des gesundheitssystems endlich mal die beiden kontrahenten zusammengestoßen: Die krankenkassen, und – nein, nicht die ärzte oder die pharmaindustrie, sondern, vordergründig – die apotheken. Zum gestaltbestimmenden h i n t e r g r u n d kommen wir noch.
DIE STEINZEIT-ung® ist im besitz des wortlauts eines leserbriefs, der bereits am 06. Juli 2005 in einer dieser „stadtzeitungen“ erschienen ist. Diese elaborate sind ja bekanntlich, im untergrund verwurzelte ableger von am ort erscheinende regional (tages)zeitungen, und glänzen überhaupt nicht durch redaktionelle beiträge, sondern durch werbung. Und dies ist ja letztendlich der zweck der übung.
Dem gewährsmann von DIE STEINZEIT-ung® muss bei einem dieser pseudo-redaktionellen artikel der hals so geschwollen sein, dass der kragen platzte, und er schrieb einen leserbrief. Der – veröffentlichte! – wortlaut des briefs:
»Betr.: Apotheken in Jederstadt
Eigentlich müssten sie als Journalist kritisch hinterfragen, ob die zehn Apotheken in einer vergleichsweise kleinen Stadt wie Jederstadt nicht des Guten zuviel sind. - Denn die Anzahl der Apotheken steht in keinem Verhältnis zu den Arzneimitteln, die vom Menschen benötigt werden. Eigentlich gibt es in der Medizin – auch in der modernen – vielleicht nur drei Dutzend originäre Wirkstoffe, die benötigt werden. Alles andere sind Variationen; Variationen, die allerdings nicht grundsätzlich anders wirken wie der Grundstoff selbst sondern ähnlich. Ich kann mich noch daran erinnern, da eine Stadt wie Jederstadt mit z w e i Apotheken auskam; und ob die Menschen damals kränker waren, darf bezweifelt werden.
N.N.
Jederstadt«

Soweit der veröffentlichte leserbrief. Was n i c h t veröffentlicht wurde zeigt, wo der hund begraben ist und der hase im pfeffer liegt. Am anfang waren es diese zeilen:
»Sehr geehrte Damen und Herren,
nehme Bezug auf Ihren Artikel „Nah, vertraut und sicher“, in Ihrer Ausgabe vom 15. Juni 2005:
Nehme an, dass dieser artikel bestellt war („Service“), und zwar als Werbebeitrag. - «


Wie gesagt, dieser passus ist n i c h t veröffentlicht worden. Gut, gut, man kann diesen text als frechheit aufnehmen und streichen. Geschenkt, doch der zweite block, der ebenfalls nicht veröffentlicht wurde, lautet so:
» . . . . Glauben Sie nicht auch, dass weiter hinterfragt werden muss, ob die immense Anzahl der Apotheken – die ja eigentlich der verlängerte Verkaufstresen der Pharmaindustrie sind – nicht auch letztlich an der Misere unseres Gesundheitssystems beteiligt sind ? . . . . «

Man beachte, wie der schnitt des urtextes den sinn des leserbriefs verändert, zumal in dieser ausgabe des stadtblatts mindesten s e c h s der insgesamt zehn apotheken werbung geschaltet hatten. Übrigens: Inzwischen ist hier in unserer stadt eine e l f t e apotheke hinzugekommen.-
Dem interessierten leser zur information: Die stadt Jederstadt hat nur knapp 40 000 einwohner.
Hier eine interessante deutung des begriffs „apotheker“. Der apotheker war im Mittelalter lediglich der „lagerdiener“, oder bestenfalls der „lagerverwalter“. Die mixtur der arznei wurde vom damaligen heilberufler oder dem heilkundigen m ö n c h vorgegeben. Der apotheker verpackte also die ware (pardon, arznei!), schob diese über die theke, und machte das inkasso für seinen herrn.
Heute ist dieser „herr“ die pharmaindustrie, und diese verpackt sogar ihre ware auch noch selbst.
Dieser leserbrief von vor fünf jahren zeigt doch nur das beschleunigte tempo an bis zum zusammenbruch unseres gesundheitssystems, wenn nicht endlich der druck davon genommen wird. DIE STEINZEIT-ung® meint: Eine kopfpauschale als beitrag zur gesundheitskasse ist garnicht so schlecht, w e n n dies mit der zur zeit geltenden regelung, dass e i n prozent vom einkommen zusätzlich in die gesundheitskasse abgeführt werden muss. Das wären zum beispiel bereits von den sechzig millionen Deutsche Mark, die der herr Esser bei seinem grandiosen beutezug beim plattmachen von Mannesmann (Sie wissen noch? Vodafone schluckt Mannesmann) abkassiert hatte 600 000 Deutsche Mark für die gesundheitskasse gewesen! Erstaunlich, was? Dem entsprechend könnte dann die kopfpauschale v e r r i n g e r t werden, und zwar pauschal.

Dienstag, 2. Februar 2010

NeoLit aus dem Neanderthal®









DIE STEINZEIT-ung® befasst sich heute mit drei aktuellen themen. Als erstes mit dem selbstmord eines bombenweibs in Bagdad. Dort hatte eine durchgeknallte alte den sprengstoff unter der burka versteckt, und dann . . . heidewitzka . . . Wenn man bedenkt, wieviel sprengstoff unter solch einer burka versteckt werden kann – eine starke frau kann durchaus fünfzig kilogramm tragen, ist ja sowieso nicht für lange . . . –, wird manchem französischen abgeordneten ganz blümerant: Vier bombenweiber, gut bestückt (nicht mit so einem billigen zeugs, welches in den orientalischen hinterküchen gebraut wird, sondern mit „echtem“ nitropenta, PETN!), gut platziert, je eine an piler ouest, piler est, piler nord, piler sud des Eiffelturms ??! Mon dieu, um Gottes willen! -
Also, was ist zu tun? Natürlich burkaverbot in der gesamten republik. Und jede burkaträgerin in der öffentlichkeit sofort abführen, zur nächsten polizeiwache – nein, nicht nacktscannen –, und bis auf die haut alle kleidungsstücke ablegen und ganzkörperkontrolle. Und dies natürlich im freien, am besten auf einem schießstand, wegen der sicherheit. Besondere peinliche maßnahme: Die dame von ihrem gatten oder vater abholen lassen. . .
In diesem zusammenhang eine glaubensfrage: Wie ist es mit den frauen, die sich durch derlei handlungen entleibt haben und im paradies landen? Diese damen müssten ja eigentlich lesbisch veranlagt sein, um sich auf die zu erwartenden jungfrauen zu freuen. Jung m ä n n e r wird es wohl in diesem paternalistischen paradiesmodell schwerlich geben. -
Die toten pilger, es wird von sechzig geredet, werden natürlich von den islamisten als opfer dem militaristischen israelisch-amerikanischen komplex zugeschrieben. Doch es wird immer klarer, auch für die unwilligen: Hierbei handelt es sich um einen religionskrieg, noch eine drehung grausamer als ein „normaler“ bürgerkrieg. Der konflikt lautet: Sunna versus schia . . .-

Zum zweiten thema:
Sollen die daten über steuerkriminelle in der Schweiz von den behörden aufgekauft werden, fragt DIE STEINZEIT-ung® ? Aber ja! Diejenigen, die am lautesten dagegen schreien, der staat mache sich mit rechtsbrechern gemein, sind fast ausschließlich diese, die als jurokraten eben die kriminelle klientel vertritt. Und der staat sich strafbar machen? Aber klar, der staat macht sich hunderttausendfach strafbar, und dies, wenn er das recht beugt, ein delikt, welches nur von staatsbediensteten getätigt werden kann. Man möge dem berichterstatter ersparen, beweise seiner behauptung zu liefern: Jeder solle über diese behauptung nachdenken . . . . Nur soviel: Der berichterstatter hebt auf den Artikel 103 GG, (1) ab. - Übrigens: Die leute, die gegen die aufdeckung der steuerhinterzieher ballern, haben aber f ü r die steuererleichterung für hoteliers votiert.

Zum tarifstreit im öffentlichen dienst meint DIE STEINZEIT-ung®: Um himmels willen! Was wollen die leute im öffentlichen dienst? Mehr geld? Von den kommunen, beispielsweise? Von einer kommune, die fast mit einer milli a r d e in den miesen steht? Diese leute sollen froh sein, eine auskömmliche beschäftigung zu haben. Dem berichterstatter kämen ad hoc nur z w e i berufsgruppen in den sinn, die eine lohnerhöhung verdienten: Die müllmänner und die postboten! Eigentlich sollten alle anderen begehrlichen von ihrem jetztigen salär einen obolus abgeben, damit d i e s e leute etwas mehr bekommen. Zum schluss: Welch ein unterschied besteht zwischen den steuerhinterziehern, die dem staat seinen anteil vorenthalten, und denen, die den staat nötigen, schulden zur allgemeinen last aufzunehmen, damit sie eine erhöhung i h r e s lebensstandards erreichen? Geben Sie sich die antwort selbst. -

Montag, 1. Februar 2010

NeoLit aus dem Neanderthal®


+DIE STEINZEIT-ung® befasst sich nun mit dem roman einer siebzehnjährigen, die über ihre fixer- und fickkarriere geschrieben hat. Dieser roman wird von der fachpresse (welche fachpresse, die, des fixen und fickens?) hochgejubelt. Alle zeilen in den online-ausgaben der betreffenden journaille, und alle lautsprecher in den radios zittern vor erregung.
Vorab: DIE STEINZEIT-ung® bestätigt, dass sie diesen besagten roman nicht kennt, wahrscheinlich auch nicht kennenlernen möchte. Alles, was wir darüber ausführen möchten betrifft also die sekundär-literatur über das werk der jungen autorin.
Als erstes soll die autorin selbst zitiert werden, indem sie angibt, dass sie erst mal angefangen hat zu schreiben, und über eine literaturagentin „ihren“ verlag gefunden hat. Diese reihenfolge lässt zweifel aufkommen. Eher war es wohl so, dass der v e r l a g eine sau suchte, die er durchs (künstler)dorf treiben kann, um das getratsche in der kunst“scene“ anzukurbeln. Die einnahmemöglichkei-ten für den verlag sind streng linear mit den umdrehungen dieser tratschkurbel verknüpft:Eine umdrehung = umsatz; mehrere umdrehungen = mehr umsatz. Wobei das quietschen der kurbel nicht etwa durch ölung derselben abgestellt werden soll; das quietschen soll m e h r säue anlocken. Zumal die inbrünstig besungenen „Feuchtgebiete“ im schritt einer gewissen dame anscheinend trockengefallen sind
DIE STEINZEIT-ung® bestreitet, dass eine siebzehnjährige einen „roman“ schreiben kann ohne fachliche hilfe. Dass siebzehnjährige schon solche erlebnisse haben wie die junge autorin schildert, ist unbestritten. Vor genau fünfundsechzig jahren hatten viele, allzu viele siebzehnjährige junge männer auch erlebnisse, die nicht alltäglich waren . . . Auch die verarbeitung dieser erlebnisse führte damals zu aufsehenerregenden - echten! - kunstwerken (film, roman, bühnenstück, hörspiel), und waren ungewöhnlich. Und da diese ungewohnt waren, brauchte, ja, konnte man sich daran nicht unbedingt gewöhnen. Heute ist das anders: Das ungewohnte wird uns als gewöhnlich verkauft - ist ja klar, der verkauf soll geld einbringen -; und das gewöhnliche ist und bleibt banal, also uns allen gehörig.
Wie könnte also die erschaffung eines jungen genies abgelaufen sein? Jedenfalls muss der erguss eines pubertierenden teenagers auf dem schreibtisch einer lektorin (qua: Literaturagentin, verlagsmitarbeiterin) gelandet sein. Und da ein rühriger verlag nichts dem zufall überlässt, wird wohl die agentin, beziehungsweise verlagsmitarbeiterin (freiberuflich, natürlich!) auch noch die rezension übernehmen. So gerüstet wird die autorin zur größten nebensache in dem projekt „bestseller“. Insbesondere daran zu erkennen, dass die junge autorin k e i n e sogenannte lesereise unternehmen will, welches sie mit einer windelweichen begründung zu untermauern versucht. Wir sollten uns darüber im klaren sein: Ein junger mensch von siebzehn jahren, der etwas vorzuweisen hat, eine schöne figur, beispielsweise, oder besonders gut auf dem klavier oder der geige spielen kann, oder eben ein interessantes buch geschrieben hat, möchte sich im glanz der aufmerksamkeit und bewunderung der anderen sonnen.
Bei unserer jungen autorin scheint allerdings der verlag eine sicherung eingebaut zu haben, die versicherung, dass die autorin nicht allzuviel über die „hilfe“ von lektorinnen, geistschreiberinnen, argumentationshelferinnen, formuliererinnen ausplaudert. Und warum lesereisen? Die autorINNen der BILD-Zeitung machen ja auch keine lesereisen, um ihre leser neugierig zu machen. Jeder, der BILD erwirbt wird bedient, und erwirbt das blatt immer aufs neue. Er will stets das ungewöhnliche wissen, zum beispiel, wieviel ein eingetrockneter – von dem stinktier Paul Burrel, butler der lady, aufbewahrter – monatspad von Lady Di bei der nächsten versteigerung bei Gatsbys einbringen soll. Versteigerung zugunsten der armen haitianischen, erdbebengeschädigten kinder. -
Übrigens: Der verlag, bei dem die BILD-Zeitung erscheint, bringt nach unserem wissen auch das buch der siebzehnjährigen heraus.

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Freitag, 25. Dezember 2009

DIE STEINZEIT-ung® stellt zu weihnachten die frage, ob wir weihnachtsgänse, ja, überhaupt tiere essen dürfen. Gewiss eine provokante frage, die so ohne weiteres nicht als computerfrage, also ob ja oder nein, beantwortet werden kann. Eine gute übung wäre, an die anfänge zurückzugehen. . . .
Mit einiger sicherheit kann angenommen werden, dass der urmensch, also das wirklich erste menschliche wesen, seine nahrung nicht mit weihnachtsgänsen und anderem getier abdeckte, wahrscheinlich auch nicht mit getier aus dem wasser, allenfalls mit einigen schleimigen mollusken. Es wird wohl eher anders herum der fall gewesen sein. - Der wahrhaft erste mensch durchstreifte also die savanne und den wald, und suchte dort nach essbarem, und dies auch nur aus der pflanzenwelt. Auch totes getier, welches an seinem weg lag, bot sich zum abnagen an.
Und jetzt kommt der gewaltige, weit entfernte vetter der weihnachtsgänse ins spiel: Der säbelzahntiger. Dieser bursche scheute sich in keiner weise, diese komischen, kleinen affenähnlichen wesen, die durch die büsche und bäume huschten um beeren zu pflücken, als jagdbares wild anzusehen. Und so kam es, dass die ersten menschen immer auf der hut vor größeren wesen als sie selbst sein mussten, denn der säbelzahntiger fraß gnadenlos beispielsweise die mutter von zwei säuglingen auf, und wenn er dann noch immer nicht gesättigt war, noch die beiden kinder dazu.
Mit staunen, abscheu und angst beobachteten die menschen die ungenierten jagdzüge des tiers gegen ihresgleichen. Und sie beobachteten ebenfalls, wie kleingetier sich über die kadaver ihrer lieben verstorbenen hermachten, so, wie die menschen dies mit kleinen würmchen, käfern und heuschrecken machten, wenn sich die gelegenheit ergab. Bei kostproben von verunglückten säbelzahntigern erkannten die menschen, dass das keine so schlechte nahrung sei; diese nahrung war vor allen dingen sättigender als wurzeln und früchte. Nur, um an die sich bewegende nahrung heranzukommen war enorm schwieriger als an die parat stehenden, früchtetragenden pflanzen. Aber wenn man den bewegungsraum eines lebewesens einengt, so dass man ganz nahe an es herankommt, dann kann man diesem auch habhaft werden.
Die erste waffe war die falle; und der obsidianscherben, an dem sich ein mensch den fuß bei seinem gang am meeresstrand verletzt hatte, war das erste zerlegewerkzeug. Dann ging es rasend schnell. Aus dem obsidianscherben wurde eine scharfe stockspitze, mit dessen hilfe man sich der großen tiere mit viel geschick erwehren konnte. Der nächste schritt zur anwendung dieses werkzeugs als distanzwaffe lag unaufhaltsam im fortlauf der evolution.
Der rest ist geschichte. Wahrscheinlich ist der säbelzahntiger deswegen ausgestorben, weil der mensch ihm wegen seiner bewaffnung über wurde. Und alle die tiere, die der mensch an sein heim anpasste, dienten ihm in zukunft als nahrung. Und bis heute verspeist der mensch die weihnachtsgänse weniger als notwendige nahrung denn als besondere leckerei.

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Sonntag, 20. Dezember 2009

NeoLit aus dem Neanderthal®

DIE STEINZEIT-ung® befasst sich nun mit dem griechischen miasma. Vom appendix des Balkan, oder wertneutraler, von südosteuropa geht ein übler geruch aus. Wer mit seinen sinnen näher heran geht, macht einen staat aus, der von seiner geschichte her so gar nicht als „stinker“ prädestiniert sein sollte. Ein staat, in dem bereits vor 2500 jahren die demokratie erfunden wurde. Oder ist es gerade das alter, welches ja im ruche steht, nicht gerade frühlingsdüfte zu verbreiten?
Die unproportionale staatsverschuldung eines staates innerhalb eines währungsverbunds ruft bei den anderen mitgliedern ungute gefühle hervor. Einige mitglieder haben es schon immer gesagt, dass der kandidat beim hose herunterlassen getäuscht hat. Andere behaupten - und das ist wahrscheinlicher - ,dass beim hose herunterlassen nicht so genau hingesehen wurde. Alle beschwörungen aus der kompanie, sie würden für die nun blank liegenden staatsschulden des kandidaten nicht aufkommen wollen ist reine sintflutbeschwörung. Selbstverständlich steht Europa für jeden hellas - pardon - Heller, genauer Eurocent, gerade, den die Griechen platt gemacht haben.
Es heißt, die staatsverschuldung sei entstanden, weil der staat nicht in der lage gewesen sei seine staatsbürger zu veranlassen, ihren obulus an notwendigen staatsausgaben - sprich: Steuern - zu entrichten. Wenn dem so gewesen sein soll, hat sich das staatsvolk seine eigene grube gegraben, einerseits.
Andererseits ist es kontraproduktiv, wenn der staat werteschaffende arbeitsberreiche aus ideologischen gründen vernachlässigt, aber dafür im staatlichen bereich immer mehr „arbeitsplätze“ einrichtet. Daran ist der „reale sozialismus“ zugrunde gegangen, und daran wird auch jede herkömmliche staatsform zugrunde gehen, auch der chinesische kommunistische kapitalismus . . .
Wenn also der zahltag in Europa kommt, werden die Griechen entsprechend dem verhältnis ihrer schuld(en) mehr zahlen müssen, und zwar so, dass es richtig weh tut.
Hoffentlich verfallen die Griechen nicht auf den äußerst beliebten trick, bei inneren schwierigkeiten den frust darüber nach außen zu tragen. Als beliebtester „hass“gegner käme dann, noch vor Mazedonien, die Türkei in frage – schöne grüße von Zypern. Aber dann hätte die NATO und Europa ein echtes problem. Und deswegen können die Griechen in ruhe warten, welche offerten die kompanie an sie macht. Übrigens: Dieses schicksal wird mit sicherheit auch Deutschland erleiden, dann aber mit gravierenden beulen am schiffsboden Europas, wobei die „Island Saga“ zwar den anfang dieses dissonanten-chors machte, aber dennoch nur ein kehrreimvers in diesem opus bleiben wird.
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