
Die STEINZEIT-ung® bezweifelt, dass die kritiker des vetos von Rußland und China in der UNO betreffs Syriens die höhere logik verstanden haben. Die höhere logik der verhinderer lautet ganz einfach: Bei Libyen machten wir einen fehler, weil wir keine klare kante gezeigt haben und uns deswegen der stimme enthielten. Bei Syrien jedoch sagen wir eindeutig und unmissverständlich: Veto.-
Was heißt das nun im kräftespiel der divergierenden meinungen, weltanschauungen, dem kräftespiel der mächte in der UNO? Das heißt ganz einfach, dass die „andere“ seite beim nächsten mal dafür ein „freispiel“ hat. Und hierbei sollte klar sein, dass es auch in einem echten global-parlament immer auch die „andere“ seite geben wird.
Was könnte also der nächste anlass für solch ein „freispiel“ des westens (Amerika, Europa, die demokratien und -kraturen) sein? Ebenfalls ganz einfach nach der höheren logik: Israel, oder genauer, der Iran.
Nanu, werden Sie nun sagen, das muss uns aber mal näher erläutert werden, wie man so schwupptich wupptich vom hölzgen aufs stöcksgen kommen kann.
Doch, doch, es geht, und zwar so: Wenn Israel - mit/ohne stiller teilhabe westlicher mächte, in verdammt n a h e r zeit versucht, die atomare brandfackel des Iran auszutreten, dann wird es in der UNO - wetten wir? - ein riesiges geschrei geben, Israel wegen dieses „verbrechens“ zu sanktionieren. Stillschweigend, oder eher nicht, würde dann die „gegenseite“ - die postsozialistischen, semisozialistischen staaten - das veto des westens hinnehmen, natürlich mit dem üblichen genöle, brimborium wie jetzt zur zeit nach dem Syrien-votum.
Zu Ägypten und den anderen Maghreb-staaten: Freuen wir uns nicht zu früh über den „frühling“ in diesen staaten, denn immer da, wo eine revolution ist, ist die konter-revolution nicht weit. Sogar die ur-mutter der revolutionen, die Französische, hatte eine gegen-revolution: Die Vendee. Auch die glorreiche revolution im reiche des zaren kann Kronstadt 1921 nicht aus ihren annalen tilgen; ein dicker blutfleck auf Lenins und Trotzkies kittel.- Nicht zu vergessen die „revolution“, die den Schah von Persien hinwegfegte; danach folgte die gegen-revolution der mullahs, die bis h e u t e anhält. Besonders eindrucksvoll, allein schon wegen der dauer, die „ständige Revolution“ Mexikos. Diese brachte das land in den zur zeit tobenden narko-bürgerkrieg.
Jedenfalls ist die arabische Nemesis in form des militanten Islamismus hellwach, und lauert auf ihre chancen. Und wir hier im „westen“ erkennen fassungslos, dass uns das Mittelalter naht; die vergangenheit, aus der wir unter entsetzlichen opfern an menschen herausgekommen sind. Es wird finster, aber diesesmal aus dem Orient. . .
bejot
Die Nemesis der Macht begann,
als ihm das Blut aus der Nase rann.
(aus dem band „Hirnzwingen und Kurzgeschichten“ NeoLit aus dem Neanderthal®, ISBN 978-3-8370-3299-4 von Bernd(bejot)Jacobs, erschienen 2009 bei BoD in Norderstedt)
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